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Die Highlights zu Beginn des neuen Jahrzehnts
Ein schwieriges Jahr 2009 neigt sich dem Ende zu
Auswirkungen und Folgen des Antidumpingzolls
Antidumpingzoll eingeführt


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Aktuelle Preisentwicklung seit Einführung des Antidumpingzolls Februar 2009

Heute entwickeln sich die Preise trotz Konjunkturkrise durch den seit Februar gültigen Antidumpingzoll für Verbindungselemente mit Ursprung VR China langsam, aber sicher nach oben. Hier und da waren einige Spotgeschäfte möglich, wenn alte Vorräte die Läger belasteten und Werke/Importeure sich Liquidität erkaufen mussten. Zum gleichen Zeitpunkt wurde für Walzdraht mit Ursprung VR China ebenfalls ein Antidumpingzoll von bis zu 25 % eingeführt, der sich belastend auf die europäischen Herstellerwerke auswirkte. Sobald sich die Konjunktur erholt, werden erste Versorgungsengpässe entstehen, da man auf die Kapazitäten der Chinesen z.Zt. nicht verzichten kann. Unsere Suche nach alternativen Quellen ist in vollem Gange und erste Abschlüsse konnten bereits getätigt werden. Allerdings reichen die Kapazitäten nicht für eine ausreichende Versorgung in normalen Zeiten. Im Übrigen verweisen wir auf das Ihnen vorliegende WAT-INFO 02/2009 zum Antidumpingzoll.

 

Folgen durch die Einführung des Antidumpingzolls

Der Antidumpingzoll ist erst seit Anfang Februar eingeführt bzw. gültig und bereits heute stehen 3 Händler vor Untersuchungen, da sie den Antidumpingzoll umgangen haben sollen. Z.Zt. reisen italienische Zöllner durch Asien und prüfen den Ursprung der Waren und stellen fest, dass es Fabriken außerhalb Chinas gibt, wo keine Maschinen zur Herstellung von Verbindungselementen stehen. Der Ursprung der Waren ist also gefälscht, um den Antidumpingzoll von 77,5 % bis 85,0 % zu umgehen und sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. WAT distanziert sich klar und deutlich von derartigen Machenschaften, auch unter dem Gesichtspunkt des Verlustes von Aufträgen oder Kunden. Eine Zollprüfung aus Januar 2007 findet unsere Bestätigung (siehe WAT-INFO 04/2007).

 

Veränderungen 1. Halbjahr 2009 gegenüber 2. Halbjahr 2009

Im 1. Halbjahr konnten wir unsere Ek-Preise um durchschnittlich 2,88 % senken. Das ist auf den Preisverfall in den Bereichen Edelstahl und Messing zurückzuführen. Erste Tendenzen für Preiserhöhungen durch den erstarkten Nickelpreis zeichnen sich im Markt aber bereits ab. Im Stahlbereich haben sich die Preise, bedingt durch den Antidumpingzoll, im 2. Quartal gegenüber dem 1. Quartal weiter erhöht. Gegenüber dem Vorjahr werden sich zum Jahresende die Preise um ca. 40 % erhöht haben. Sollte sich die Nachfrage konjunkturbedingt stabilisieren, werden nicht nur die Preise explodieren, sondern auch Versorgungsengpässe entstehen.

 

Was geschieht künftig ?

Jüngst erhalten wir von unserem wichtigsten Kunden der Automobilindustrie Mercedes-Benz die Nachricht, dass die Planzahlen für das Produktionsprogramm im 3. Quartal um ca. 50 % und im 4. Quartal sogar um ca. 60 % höher liegen als im 1. Quartal 2009, bzw. ca. 25 % und 30 % höher im Vergleich zum 2. Quartal 2009. Hier signalisieren bereits einige Lieferanten Kapazitätsengpässe und die Produktion von Normteilen aus dem europäischen Raum kann nicht mehr sichergestellt werden. Die Fabriken in Asien außerhalb Chinas können diese fehlende Kapazität nicht auffangen, so dass wir zur Sicherstellung der Versorgung gezwungen werden, zusätzliche Kapazitäten in VR China mit Antidumpingzoll zu nutzen. Dieses Szenario haben wir bereits in unserem WAT-INFO 02/2009 beschrieben.

Nach der Sommerpause werden die Schraubenhändler eine Sonderkonjunktur erleben, die mit enormen Versorgungsproblemen verbunden sein wird. Die europäischen Hersteller müssen ihre Kapazitäten zugunsten der Automobilindustrie und anderen Serienverbrauchern verlagern und werden keine günstigen Normteile für den Markt mehr produzieren.

Nur Kunden mit Weitblick und Vertrauen können einigermaßen sicher versorgt werden. Wir haben vorsorglich unser Bestellvolumen erhöht und weitere Kapazitäten reserviert.

Zusätzlich ist eine Marktbereinigung in unserer Branche zu befürchten. Konnten sich zahlreiche Unternehmen in den letzten Monaten mit Kurzarbeit und Personalabbau über Wasser halten, wird das Kapital nun knapp und die Kreditwirtschaft gewährt keine neuen Gelder, um Produktion und Handel in gewohntem Maße aufrecht zu erhalten.

Ein Teufelskreis nimmt seinen Lauf…

Erste Anzeichen von Engpässen und Preiskorrekturen sind bereits vorhanden…

 

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